Tiefpassfilter erklärt – Butterworth-Filter für Wasserstand-Daten mit hetida platform
Die IoT- und Analytics-Plattform hetida platform bietet eine breite Auswahl an Standard-Workflows zur effizienten Datenvorverarbeitung. Einer davon ist der Tiefpassfilter – ein bewährtes Verfahren, um hochfrequente Schwankungen in Zeitreihen zu glätten und gleichzeitig die niedrigfrequente Tendenz in den Daten zu erhalten. In diesem Beitrag zeigen wir, wie der Filter funktioniert und wie er sich konkret auf Pegeldaten in der Wasserwirtschaft anwenden lässt.
Ausgangslage
Funktionsweise des Tiefpassfilters
Uns interessiert lediglich das niedrigfrequente Hauptsignal. Da wir aber nur das zusammengesetzte Signal messen können, müssen wir das hochfrequente Störsignal herausfiltern. Genau das ist der Zweck eines Tiefpassfilters: Er filtert hochfrequente Signale heraus, sodass lediglich die tiefen Frequenzen den Filter passieren können (daher der Name “Tiefpassfilter”). Die hetida platform verfügt über einen Standard-Workflow, der einen solchen Tiefpassfilter mit einem Butterworth-Filter umsetzt.
Butterworth-Filter im Überblick
Anwendung eines Tiefpassfilters auf Pegeldaten in der hetida platform
Import der Rohdaten per CSV-Datei
Nach dem erfolgreichen Datenimport, kann ein Signal angelegt werden, das diese Daten beinhaltet. Die hetida platform generiert für jedes angelegte Signal eine Datenvorschau an der entsprechenden Stelle im Explorer. Darin können wir bereits erkennen, dass es im Jahr 2003 einen längeren Zeitraum mit niedrigem Wasserstand in der Ruhr in Hattingen gegeben hat. Von März bis November lagen die Pegelstände unter dem mittleren Niedrigwasser an dieser Messstelle, das 102 cm beträgt. Allerdings gibt es in diesem Zeitraum kurzfristige Überschreitungen dieses Grenzwerts. Bei einer Definition von Niedrigwasser über einen solchen Grenzwert würde die Periode also nicht vollständig als Niedrigwasserperiode klassifiziert werden, was unerwünscht ist.
Daher filtern wir die Rohdaten durch einen Tiefpassfilter. Wir stellen die Grenzfrequenz so ein, dass Ereignisse mit einer Dauer von weniger als zwei Wochen herausgefiltert werden. Diese kurzen Ereignisse betrachten wir als Störsignale. Längerfristige Ereignisse sollen dagegen erhalten bleiben.
Dafür wählen wir als Einheit der Frequenz „d“ für Tage. Die Grenzfrequenz setzen wir auf 1/14, also 0,0714.
Dashboard-Visualisierung in der hetida platform
Das Ergebnis dieses Filters wird in ein neue Signal geschrieben, dessen Datenvorschau wie folgt aussieht:
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